Bekanntlich war das Schmuggeln nach dem Kriege auch in Eicherscheid sehr ausgeprägt. Viele junge Männer aus Eicherscheid, die auch aktiv Fussball spielten, trugen ihren Kaffee o.a. zur Auffrischung der knappen Familienkassen über die belgische Grenze; bekanntermaßen oftmals gefährliche Routen. Mitunter machte man auch auf gefährliche Weise mit den an der Grenze tätigen Zöllnern seine Bekanntschaft. Und so wußten die Eicherscheider Fussballer und gleichzeitig Schmuggler, dass in der Kalterherberger Mannschaft auch Zöllner ihrem Fussball-Hobby nachgingen. So war der Tatendrang zur Revanche und Abrechnung mit den Zöllnern bei einigen Eicherscheidern zu den anstehenden Spielen immer sehr groß. Entsprechend "robust", war natürlich die Spielweise unserer Mannschaft. Dabei soll es manchmal sehr hoch hergegangen sein.

     13.01.2014 L. Siebertz  -  Quelle: Erzählung Kurt Förster