Auf die Frage seines Sohnes, Hermann Josef Förster, in den 70-er Jahren an seinen Vater Heinrich (Schörresch Henderesch), was aus seiner Sicht bis dato wohl die beste Erfindung gewesen wäre, kam spontan die Antwort: Die Gummistiefel. Die Begründung ist für frühere Verhältnisse sehr plausibel:

Bekanntmaßen war und ist die Arbeit in der Landwirtschaft und vor Allem bei unserem häufigen Regenwetter sehr feucht und nass; insbesondere auch in früheren Jahren vor und auch z.T. nach dem Kriege, wo die Straßen im Ort nicht asphaltiert waren und man zu Fuß oder mit dem Pferde-Fuhrwerk durch Morast und Pfützen mußte. Vor der "Gummistiefel-Zeit" gab's halt nur Lederschuhe, die zwar immer getrant wurden, aber trotzdem nicht wirklich vor Nässe schützten. Nasse Füße waren somit in der weiten Landbevölkerung alltäglich und bekanntermaßen sehr unangenehm und ungesund.

        13.01.2014 L. Siebertz  -  Quelle: Erzählung Hermann Josef Förster