Teil 1 - Vorwort des AK Geschichte Eicherscheid

Teil 2 - Ursprünge/geschichtliche Zusammenhänge

Teil 3 - Die Zeit vor Kriegsbeginn in Eicherscheid - u.a. Verfolgung Fam. Leo Kaufmann - Jude

Teil 4 - Der Krieg kommt näher - Evakuierung von Eicherscheid

Teil 5 - Chronologie 2. WK - Tote - Zerstörungsgrad - Sonstige Fakten von Eicherscheid

Teil 6 - Gefallene/Vermißte Soldaten - Ziviltote - Doku von Trude Heiler

Teil 7 - Das karge Leben nach dem Kriege - Leid und Zuversicht!

 

                                                                 01.03.2015 - Ludwig Siebertz

 

Teil 1 - Vorwort AK Geschichte Eicherscheid

Liebe Eicherscheider Geschichtsinteressierte!

Der 2. Weltkrieg, der größte bewaffnete Konflikt der Menschheitsgeschichte, war das düsterste Kapitel deutscher Geschichte, so auch für unseren Heimatort Eicherscheid an deren Ende die Freiheit Europas Stand. Dieses oder ähnliche Zitate liest man gerade in den letzten Monaten immer wieder, jährt sich doch in 2015 das ersehnte Kriegsende zum 70. mal. Über 55 Mio Menschen verloren im 2. WK ihr Leben davon ca. 7,4 Mio Deutsche und hiervon wieder ca. 4,3 Mio Soldaten. Rußland allein hatte ca. 25 Mio Tote aus dem 2. WK zu beklagen über 6 Mio Juden und andere Volksgruppen wurden in den Konzentrationslagern menschenverachtend und bestialisch umgebracht!  

Mit dieser Dokumentation zum 2. WK geht es uns vordergründig darum, die Geschehnisse vor, während und nach dem 2. WK in unserem geliebten Ort Eicherscheid für die jüngeren Generationen nochmals in Erinnerung zu rufen und die leidvollen Auswirkungen der älteren betroffenen Generation - im Übrigen unsere Mütter, Väter, Geschwister, Großeltern und sonstige direkte Verwandte und Freunde - darzustellen.

Leider mußten unsere Eltern und Verwandte gleich 2 Weltkriege überstehen und haben dadurch unsägliches Leid erfahren müssen. Zu Recht wird bei diesen Kriegsgenerationen immer wieder über deren "verlorene Jugend" gesprochen.

Diese nachfolgende Dokumentation wird nach und nach in den nächsten Wochen und Monaten sukzessive ergänzt.

 

Teil 2 - Ursprünge/geschichtliche Zusammenhänge - Quelle: "Ausstellung Routes of Liberation"

"Die Ursprünge des 2. Weltkrieges liegen im ersten weltweit ausgetragenen bewaffneten Konflikt, dem Krieg von 1914-1918. Die Verwüstungen der industrialisierten Kriegsführung verhalfen im Zarenreich der politischen Revolution der Bolschewisten zum Durchbruch, anderenorts autoritären oder extremistischen Strömungen wie dem Faschismus in Italien.

Um den Frieden zu sichern, etablierten die Siegermächte Großbritannien und Frankreich ein neues internationales System, bei dem das radikal kommunistische Sowjetregime ausgeschlossen blieb. Den Besiegten, dem Deutschen Reich, dem Habsburger und dem Osmanischen Reich, die sich von Monarchien zu Republiken gewandelt hatten, wurden Reparationen und Gebietsverluste auferlegt. Die Vereinigten Staaten als dritte Siegermacht sprachen sich für das Selbstbestimmungsrecht der Völker aus. Die USA sollten der europäischen Diplomatie allerdings bald schon den Rücken kehren. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise 1928 und dem Absturz der amerikanische Aktienmärkte 1929, war dies ein Vorbote für den kommenden wirtschaftlichen Zusammenbruch auch in Deutschland.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 versetzte der internationalen Ordnung und der Demokratie einen verheerenden Schlag. Sie standen an der Spitze einer aggressiv nationalistischen Bewegung, die darauf abzielte, in Europa ein von Deutschland dominiertes, rassistisches Großreich zu errichten. Das Deutsche Reich verletzte durch seine Wiederbewaffnung internationale Abkommen und marschierte im Rheinland und Österreich ein. Großbritannien und Frankreich, die beide durch die Weltwirtschaftskrise geschwächt waren, schritten nicht ein. Sie wollten einen militärischen Konflikt unbedingt vermeiden, und so ließen sie auch zu, dass die demokratische Tschechoslowakei der Aggression der Nationalsozialisten zum Opfer fiel. Doch die Politik der Beschwichtigung blieb erfolglos. 1939 wendeten die Deutschen sich gegen Polen. Am 01.09.1939 marschierten deutsche Truppen im benachbarten Polen ein und lösten damit den grausamsten bewaffneten Konflikt der Menschheitsgeschichte aus.

 

Teil 3 - Die Zeit vor Kriegsbeginn in Eicherscheid

Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg waren die Folgen für Deutschland und auch für unsere Region sehr schwierig und ungewiss. Die Grenzen Europas wurden deutlich verändert, Deutschland mußte ihre westlichen Regionen (Elsaß-Lothringen, die Region Eupen-Malmedy sowie im Osten verschiedene Regionen) abgeben, der Monarchie folgte eine Repuplik (Weimarer R.), erhebliche Reparationszahlungen standen an u.v.m.. Deutschland erlebte eine turbulente Zeit mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Hinzu kamen immer wieder blutige Aufstände unterschiedlichster Gruppierungen im ganzen Reich. In den Versailler Verträgen 1919 wurden Deutschland erhebliche Wiedergutmachungsleistungen und Landabtretungen (s. vor) vorgegeben. Dies führte natürlich zu einem wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands und erheblicher Not bei der Bevölkerung. Im Herbst 1923 steht das Reich vor dem Konkurs. Gleichzeitig war dies weiterer Nährboden für politisch unruhige Zeiten. 

Im Nov. 1923 tritt erstmals Adolf Hitler, NSDAP-Führer, mit einem Putsch verstärkt in die Öffentlichkeit. Er scheiterte, aber es war (leider) nicht der letzte große Auftritt Adolf Hitlers.

Bei den in den 20-er Jahren des 20. JH durchgeführten Reichstagswahlen (RTW) spielte zunächst die NSDAP von A. Hitler im Monschauer Land und insbesondere auch in Eicherscheid eine unbedeutende Rolle. Bei den ersten RTW am 19.01.1919 war das "Zentrum" die dominierende polititische Kraft im Monschauer Land. Von insgesamt 482 Wahlberechtigten in Eicherscheid erhielt das Zentrum 449 Stimmen. Bei den RTW am 04.05.1924 waren die Ergebnisse ähnlich; auch bei den Wahlen am 20.05.1928 hat sich in Eicherscheid nichts wesentlich verändert, obschon in einigen anderen Orten das Zentrum deutlich verlor, dagegen die NSDAP überproportional dazu gewann. Auch bei den RTW am 14.09.1930 erhielt die NSDAP in Eicherscheid nur eine Stimme. Erst am 06.11.1932 erhöhte sich der Anteil auf ca. 5 %, allerdings nach der Machtergreifung Hitlers am 30.01.1933 stieg bei den Wahlen am 05.03.1933 der NSDAP-Anteil auf über 13 %, im Vergleich zu anderen Orten aber immer noch relativ niedrig. Die Veränderungen waren sicherlich auch das Ergebnis einer immer stärker werdenden Propaganda. Details der Wahlen liegen dem AK vor und können jederzeit eingesehen werden.

Es folgten Jahre mit neuen diskriminierenden und antidemokratischen Gesetzen, Presseeinschränkungen, Verbot freier Gewerkschaften, Diffarmierung ethnischer Gruppen, letztlich der 2. Weltkrieg selbst mit Millionen von Toten, bis hin zur bestialischen Ermordung von Millionen von Juden und anderen Volksgruppen im Laufe des 2. Weltkrieges. Eine Darstellung all dieser Wahnsinns-Entwicklungen würde den Rahmen unserer Möglichkeiten deutlich überschreiten, ausreichend Literatur ist hierzu allerdings im Internet oder in den Buchhandlungen vorhanden.

Im Jahre 1936 wurde von den Nazis der Bau des Westwalls geplant und in den Jahren 1938 - 1940 gebaut; ein gigantisches Vorhaben. Der Westwall war ein Verteidigungssystem von der NL-Grenze bis zur Schweiz über 630 km Panzersperren, ca. 18.000 Bunkeranlagen sowie Stollen, Unterständen etc. und sollte das Eindringen des Feindes in den Westen Deutschlands verhindern; eine riesigen Baustelle. Auch rund um Eicherscheid wurden einige Bunkeranlagen, MG-Scharten, Nachrichtenbunker etc. gebaut. Das Bauunternehmen Kuckertz aus Jülich war mit den Arbeiten betraut. Rund 180 Arbeiter waren in der hiesigen Gastronomie oder bei Privatleuten untergebracht. Im Bereich des Dorfplatzes Om Feijld waren viele Baracken für Personal und Material aufgebaut. 

1938 ca. Festzug  Ecke KriegerdenkmalThumbnail image

 

 

Das Schicksal der jüdischen Familie Kaufmann 1922 - 1939 in Eicherscheid

Seit 1922 bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 1939 lebte in Eicherscheid die einzige jüdische Familie des früheren Landkreises Monschau, Leo und Helene Kaufmann sowie Edith (Tochter) verh. Berg. Die Fam. Kaufmann hatte 1922 vom damaligen Bäcker und Gastwirt Junkersdorff im Zentrum von Eicherscheid (gegenüber der Kirche) ein Haus inclusive Gaststätte gekauft und diese Gastronomie auch weiter geführt. Gleichzeitig betrieb Leo Kaufmann eine Landwirtschaft sowie einen Viehhandel.

 

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                                                       1922: Von L.Kaufmann gekaufte Haus mit Gaststätte.

                                                                 Im Foto die früheren Eigentümer Fam. Junkersdorff.

 

Die Familie Kaufmann war zunächst über einige Jahre im Eicherscheider Dorf- und Vereinsleben voll integriert. Dies änderte sich jedoch schlagartig nach der Machtübernahme der Nazis 1933. Bereits im April 1933 setzten mit den Boykott-Aufrufen jüdischer Geschäfte durch die Nazis die antisemitischen Aktionen ein. Als die einzigen jüdischen Bewohner im Kreis geriet auch die Familie Kaufmann aus Eicherscheid zwangsläufig ins Visier nationalsozialistischer Hetze. Nach den 1935 von Hitler in Kraft gesetzten Nürnberger Rassengesetzen verschärfte sich die Situation nochmals heftig.

Hierzu und auch zu der in Eicherscheid wohnenden jüdischen Familie Kaufmann schreibt Lehrer Hermann Althoff - gleichzeitig NSDAP-Zellenleiter - 1935 in der Eicherscheider Schulchronik wie folgt (Text ungekürzt!):

"Damit (Anm.:Rassengesetze) ist die Judenfrage, ohne deren Lösung es keine Erlösung des deutschen Volkes gibt, in ein entscheidendes Stadium getreten. Der Punkt des Programmes der NSDAP, daß kein Jude deutscher Staatsbürger sein kann, ist damit erfüllt. Die jüdisch orientierte Weltpresse wird wahrscheinlich wieder von Judenverfolgungen usw. nach altbekannter Methode zu berichten wissen und erneut und verstärkt zum Boykott gegen Deutschland aufrufen. Mag sein, Adolf Hitler geht seinen Weg mit eiserner Konsequenz. Die Welt wird ihm einmal dankbar sein müssen, daß er es gewesen ist, der als der Staatsmann die Juden, die Schädlinge der Menschheit, in ihre Schranken zurückwies und klar und deutlich die großen Gefahren aufzeigte, die diese Rasse ihrem Gastlande  immer gebracht hat und bringen wird.

Auch für Eicherscheid hat diese Frage immerhin einige Bedeutung, da der einzige Jude des Kreises Monschau in unserem Ort wohnt und ein Kind des Juden unsere Schule besucht. Was hat allein die Anwesenheit der jüdischen Familie schon für Schwierigkeiten hervorgerufen. Trotz aller eindringlichen Aufklärungsarbeit ist es leider bis heute noch nicht gelungen, die Bewohner unseres Ortes und Kreises restlos vom Geschäftsverkehr mit den Juden fern zu halten, und dabei sind die Fälle nicht gezählt, in denen der Jude Kaufmann aus Eicherscheid die biederen Bauern des Monschauer Landes "übers Ohr gehauen" hat. Manche wollen es immer noch nicht einsehen, dass es um mehr geht als um äussere Dinge".

Die Schikanen im Ort, eingeworfene Glasscheiben, Hakenkreuz-Schmierereien am Haus, antisemitische Gesänge vor den Fenstern etc. sowie die Hetze in der hiesigen Presse wurden zusehends größer. Der Zeitzeuge Alois Nießen, Jg. 1927 berichtete anläßlich der Stolpersteinverlegung am 10.05.2017 aus seiner Schulzeit, dass die Jungen, bevor sie sich im Sommer zum Schulsport "Om Feijld" auf den Weg machten, einen Umweg am Haus Kaufmann vorbei machen und Juden-diffamierende Lieder singen mußten. Auch wurden Sie vom Lehrer Althoff wiederholt aufgefordert, die Fensterscheiben am Haus Kaufmann einzuwerfen. "Es passiert euch im Nachhinein nichts", so die zynische Ansage des Lehrers.

Erfreulicherweise gab es, wie aus den oben angeführten "kritischen" Anmerkungen erkennbar wird, für die Kaufmann's auch in dieser Zeit noch Unterstützung ausThumbnail image der Eicherscheider Bevölkerung und dies trotz eines hohen Risikos für diese Bewohner. So versorgte z.B. die damalige Angestellte des heutigen Dorfladens, Sophie Förster, auf Veranlassung des Vorstandes, Josef Förster, abends bei Dunkelheit heimlich die Kaufmanns mit dem Allernötigsten. Diese Unterstützung haben die Kaufmanns wohl nie vergessen. So war Edith Kaufmann (verh. Berg) 1990 nochmals kurz zu Besuch bei Leni Förster geb. Stollenwerk aus Eicherscheid, Schwiegertochter von Josef Förster (s.o).

Die unerträglichen Diffamierungen und Verunglimpfungen mit den verbundenen Boykott-Aufrufen führten 1938 zum Ruin der Familie Kaufmann. In dem Jahr blieb Leo Kaufmann keine andere Wahl, sein Haus zu verkaufen.

Am 10.11.1938 wurde Leo Kaufmann schließlich verhaftet und zur Zwangsarbeit ins KZ Sachsenhausen eingeliefert. Wohl aufgrund der Tatsache, dass Leo Kaufmann Teilnehmer des 1. Weltkrieges gewesen und an der Front verwundet worden war, erreichte seine Frau nach 6 Wochen seine Freilassung. Er mußte unterschreiben, Deutschland ohne Mitnahme von Vermögenswerten unverzüglich zu verlassen. Der Familie gelang dann Anfang 1939 die Flucht über die nahe belgische Grenze; er tauchte in Brüssel unter. Als Jude dort erkannt, war er nach der deutschen Besatzung Belgiens wieder auf der Flucht und überlebte erfreulicherweise den 2. WK mit falschen luxemburgischen Papieren.

Nach Kriegsende kehrte Leo Kaufmann 1949 alleine über wenige Monate nach Eicherscheid zurück, während seine Frau und Tochter in der Zeit in Mützenich wohnten. Sie hatten verständlicherweise nicht die Kraft, mit ihrem Mann/Vater an den damaligen Wohnort zurück zu kehren. Wenig später emigrierte die Familie dann in die USA.

Zur Erinnerung an die denunzierte Familie Kaufmann und gegen das Vergessen wurden am 10.05.2017  3 STOLPERSTEINE am früheren Wohnort im Beisein des Künstlers und Urhebers dieser Steine, Gunter Demnig, verlegt.

 

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Quellen: Schulchronik Eicherscheid, Zeitzeugen u.a. Alois Nießen, Doku Toni Offermann, Jahrbuch Monschauer Land 1997, Doku Trude Heiler.

 

Teil 4 - Der Krieg kommt näher - Evakuierung von Eicherscheid 

Seit Mitte 1944 war vielen klar, dass der Krieg in einigen Monaten auch in voller Härte und tödlicher Konsequenz unsere Region erreichen würde. Im September 1944 wurden die ersten Orte des Monschauer Landes von den Amerikanern besetzt (s. vor). Aachen wurde im Oktober 44 eingenommen; doch es sollten doch noch Monate der Angst und des Schreckens im Kriege vergehen. Im September 44 hörte man auch in Eicherscheid das erste ferne dumpfe Kanonen-Gedonner.

Bis zum Samstag, 02.09.1944, war noch geregelter Schulbetrieb. Das sollte sich schnell änderen. Am 03.09.44 kam plötzlich der Befehl zur Räumung der Schule. "Bänke und Tafeln wurden in einer Scheune unweit der Schule untergestellt. Die beiden Klassenräume wurden nun für Schanzarbeiter hergerichtet. Nach einigen Tagen trafen die Jungen ein. Es war Kölner Jugend, größtenteils Schulkinder, mürrisch und unfroh, zu einer so gefährlichen Arbeit heran gezogen zu werden. In früher Morgenstunde zogen sie zum Schanzen (Aushebung von Schutzgräben für die Soldaten bzw. Bau eines Panzergrabens) in Richtung Höfen aus; die Eicherscheider fünfzehn- und sechzehnjährigen Jungen (Jahrgänge 1928/29) mußten sich anschließen. Bald kamen die ersten Tiefflieger mit Feuergarben Richtung Schanzarbeiter und forderten die ersten Todes-Opfer. Besorgte Eicherscheider Eltern, (Anm.: Heinrich Kell, ? Scheidt u.a.) machten sich mit den Fahrrädern auf, die Söhne bei Nacht und Nebel heimzuholen". Die Front rückte näher, so dass die Arbeiten dann auch relativ schnell eingestellt wurden. (Quelle: Schulchronik)

Eine Aufregung folgt nun der anderen: In der 3. Sept.-Woche erschien plötzlich ein deutsches Sprengkommando mit dem Auftrag, den Kirchturm zu sprengen. Der Turm war wohl Zielorientierung für die Amerikaner beim Kanonenbeschuß von Mützenich Richtung Eicherscheid. Es gab keinerlei Aufschub zum Abbau der Orgel oder der Turmuhr. Plötzlich ein Knall, eine riesige Rauchwolke und der Turm war wie "abrasiert". Quelle Schulchronik: "Zum Glück ist nichts auf das Dach gefallen. Das Dorf hielt den Atem an; vielen Eicherscheidern blutete das Herz. Durch die Sprengung hatten besonders Orgel, Fenster und Uhr schweren Schaden genommen. Unsere Kirche, kaum 11 Jahre alt, war in wenigen Augenblicken eine halbe Ruine".

In der Zeit wimmelte es in Eicherscheid nur so von deutschen Soldaten. Sie waren in den Häusern bei vielen Familien einquartiert. Doch die Soldaten mußten schnell weiter an den Rhein.

Den Evakuierungsbefehl und das Nahen des Krieges vor Augen, wollte das Ein-, Um-, Auspacken der wichtigsten "Habseligkeiten" kein Ende nehmen. In die Erde damit, hatten die Soldaten empfohlen. So hatten dies wohl auch die Belgier und Franzosen zu Kriegsbeginn gemacht. Vieles wurde unter Holzhaufen, in Scheune oder Schuppen oder im Boden gut versteckt. Viele Eicherscheider haben auch ihre Karren beladen und dann das Hab und Gut in die umliegenden Wälder gebracht. Gegen Abend begann dann eine regelrechte "Völkerwanderung" zum Wald und zu den Unterständen zu. Andere blieben zu Hause und verkrochen sich in die Keller. In der Nacht zum 17.09.1944 erhielt Eicherscheid den ersten feindlichen Beschuß. Die feindliche Artellerie hatte es auf die Hauptstraße abgesehen. Die meisten Einschläge gingen jedoch ins Feld bis an die angrenzenden Wälder, so die Schulchronik. Zum Glück wurde keiner verletzt; einige Kühe mußten jedoch notgeschlachtet werden. Die Angst zu einer evtl. Evakuierung war nach wie vor sehr groß.

Gegen Ende September kam neue Aufregung. Einige Viehtreiber waren gekommen, alles überflüssige Milchvieh abzutreiben. Das Dorf hielt wieder den Atem an. Die Männer liefen zusammen und erhoben Protest. Die Treiber mußten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Aber sie kamen wieder, immer wieder, bis zwei Drittel des Viehbestandes abgetrieben war. Aber auch das ertrugen die Eicherscheider schweren Herzens, immer verbunden mit der Hoffnung, nicht evakuiert zu werden. Die Kartoffel waren natürlich um diese Jahreszeit reif. Die Angst hielt jedoch die Leute von den Feldern zurück. Zu Hause liefen jedoch die viele Vorbereitungsarbeiten für den Fall der Evakuierung, auch wenn daran keiner glauben wollte. Das ganze Dorf schlief in den Kellern (im Schulkeller waren über 70 Menschen!) bei Kerzenlicht und auf Strohlagern.

Leider kam bald die Stunde der Wahrheit, die Evakuierung ("Freimachung"). Bereits am 11.09.1944 hatte das Oberkommando in Berlin die Entscheidung zur Evakuierung getroffen. Die generelle Umsetzung erfolgte über die jeweiligen Gau-Leiter; zuständig für Köln/Aachen und somit auch für uns, Gauleiter Josef Grohe. Zunächst gab es den Räumungsbefehl für die Orte/Bevölkerung westlich des Westwalls, nämlich für die "Rote Zone" mit den Orten Roetgen, Lammersdorf, Konzen, Imgenbroich, Höfen, Simmerath. Da die "politischen Leiter", die Nazis vor Ort, teilweise bereits geflohen waren, blieb die Bevölkerung sehr oft auf sich alleine gestellt. Die Gau-Leiter legten auch die "Entsende- bzw. die Aufnahmekreise" fest. Die Bevölkerung der Entsendekreise Monschau und Schleiden wurde den Aufnahmekreisen Bonn/Euskirchen zugeordnet. Hieraus ergibt sich natürlich, dass viele Eicherscheider in den Regionen Rheinbach, Meckenheim, Altendorf, Zülpich etc.) evakuiert waren.

Zeitzeugen berichten, dass bereits am 07.09.1944 von den "Partei-Getreuen" im Ort eine Evakuierung gefordert wurde. Doch die Nazis hatten die "Rechnung ohne den Wirt gemacht". Die Eicherscheider widersetzten sich dieser Aufforderung und blieben - zunächst!

Am 15./17.09.1944 erging dann doch leider auch die offizielle Anordnung zur Vorbereitung der Räumung der "Grünen Zone", eine Zone mit 10 km Breite ostwärts des Westwalls, also auch für Eicherscheid. "An einem sonnigen Sonntagmorgen am 08.10.1944 (lt. Schulchronik) hieß es auf einmal, die Feldgendarmerie ist da. Wir hielten wieder den Atem an. "Es tut uns leid, aber ihr müsst räumen!". Oh weh, auch das noch! Soll uns denn nichts erspart bleiben? Wieviele Tränen mögen in diesen Tagen geflossen sein? Wir bleiben hier, wir wollen hier in der Heimat sterben!". Aber es half nicht. Noch am selben Tag musste die erste Dorfhälfte, am Montag, den 09.10.44, die andere Hälfte räumen. Auch die Viehtreiber kamen zurück. Pfarrer Jansen hatte zum Abschied So/Mo noch trostvolle Worte in den letzten 2 Messen gefunden".

Zeitzeugen unseres AK (Irene Nießen, Ulrich Förster, Heinrich Scheidt u. a.) berichten, dass sich die Großfamilien und Gruppen selbst organisierten und gemeinsam (nach dem Motto: "Gemeinsam macht stark"!) den schweren Weg über Hammer, Dedenborn, Einruhr, Gemünd am 1. Tag und weiter am 2. o. 3. Tag über Zülpich, Kommern, Euskirchen, Antweiler bis ans Ziel Rheinbach o.a. im wahrsten Sinne des Wortes gingen. Jeweils vor Ort an den Zwischenstationen gab es Anweisungen zur Übernachtung und zu  weiteren Zielorten am nächsten Tag. Es durfte nur das Nötigste mitgenommen werden, u.a. persönliche Dinge, Kleidung, alltäglicher Hausrat, wenige Fahrräder u.ä.. Wer ein Pferd hatte, konnte sich glücklich schätzen und dies samt Karre und 2 an die Karre fest gebundene Kühe mitnehmen. Das restliche Vieh wurde größtenteils vorher von Weißrussen ("Hilfswillige - Hiwi's" mit deutscher Uniform aber ansonsten ohne Rechte) abgetrieben und geschlachtet. Die Älteren warnten, sich nicht über den Rhein drängen zu lasen. Sie sahen die Gefahr von Brückensprengungen und dadurch eine erschwerte Rückkehr.

Während der nächsten Wochen und Monaten fuhren immer wieder jüngere Burschen und Väter mit ihren Fahrrädern nach Eicherscheid zurück um nach dem Rechten zu schauen, immer ein sehr gefährlicher Tripp. In den ersten Wochen hielten sich auch noch einige Eicherscheider widerrechtlich in den östlichen Wäldern Eicherscheid's (Böschfeijld, Düvelsley u.a.), unter Felsübersprüngen oder anderen Behausungen auf. Am Evakuierungsort wurde gearbeitet. Man half bei den Gastgeber-Familien in der Landwirtschaft, im Gewerbe oder auch in öffentlichen Einrichtungen soweit, es ging. Schließlich war man auch auf die karge Verpflegung in den Familien vor Ort angewiesen.

Obschon der Krieg erst zum 08.05.1945 offiziell beendet wurde, wußten natürlich alle, dass die Kriegshandlungen im Altkreis Monschau bereits Anf. Februar 45 beendet waren. Zwar war weiter auch für die Rückkehr ein "Permit" (Erlaubnis) der Besatzungstruppen notwendig, doch für viele Eicherscheider ware der Drang zur Rückkehr ungebrochen und größer; und so waren die ersten Rückkehrer trotz der formellen Vorgaben in kleinen Gruppen nach einem 2-Tages-Tripp bereits Ende März 1945 wieder zu Hause. Zitat in der Schulchronik: "Blutende Heimat, arme Heimat! Was ist über dich gekommen?". Bittere Tränen wurden geweint. Eicherscheid, ein Bild des Grauens: Laut offizieller Schätzung ist Eicherscheid zu 80 % zerstört. 25 Häuser sind abgebrannt, 15 durch Beschuss unbewohnbar, kein heiles Dach oder geschlossenes Fenster! Unrat durch Plünderungen und Kriegswirren bergeweise: Zerschlagene Möbel und Türen, verbeulter und kaputter Hausrat, modernde Kleidung und Bücher, Tierkdadaver uvm. Viele Eicherscheider rücken zusammen und wohnen mit größeren Familien in notdürtig hergerichteten 1-2 Zimmern.

 

 

Teil 5 - Chronologie 2. WK. - Zerstörungsgrad - Sonstige Fakten (Quelle u.a.: Routes of Liberation und Veröffentlichungen von Jürgen Siebertz)

1939

  • 01.09. Invasion und Besetzung Polens durch Deutschland
  • 17.09. Invasion Polens durch die Sowjetunion
  • 30.11. Sowjetischer Angriff auf Finnland

1940

  • April - Mai Massaker der Sowjets an polnischen Offizieren  in Katyn
  • 10.05. Deutscher Einmarsch in Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und Frankreich
  • 15.05. Kapitulation der Niederlande
  • 22.06. Unterzeichnung des deutsch-französischen Waffenstillstands
  • Aug.-Mai 1941 Offensive der deutschen Luftwaffe gegen Großbritannien

1941

  • 22.06. Deutscher Einmarsch in die Sowjetunion
  • 11.12. Hitler erklärt den Vereinigten Staaten den Krieg

1942

  • Sept.-Febr. 1943 Schlacht um Stalingrad

1943

  • April-Mai Aufstand im Warschauer Ghetto
  • Dez. - 126 Eicherscheider Männer sind bzw. waren im Kriegsdienst.

1944

  • 06.06. Landung der Alliierten in der Normandie
  • 01-08.-02.10. Warschauer Aufstand
  • 03.09. - Befehl zur sofortigen Schulräumung wegen Unterbringung von Jugendlichen aus Köln, die zum Schanzen in Höfen in der Schule untergebracht wurden.
  • 12.09. - Roetgen wird von den Amerikanern eingenommen.
  • 15.09. - Beginn der Evakuierungs-Order durch die NSDAP
  • 15.09. - Besetzung von Mützenich und Monschau durch die Amerikaner.
  • 17.09. - Eicherscheid erhält den 1. feindlichen Beschuß (Quelle: Schulchronik)
  • Sept. - 3. Sept.-Woche - Sprengung des Kirchturmes durch deutsches Sprengkommando 
  • 08./09.10. - Evakuierung von Eicherscheid nach anfänglicher Weigerung.
  • 21.10. - Aachen wird als erste deutsche Großstadt eingenommen.
  • 16.12. - Beginn der Ardennenoffensive durch die deutschen Truppen mit T 250 Soldaten.

1945

  • 24.01. - Erste Ausgabe der Aachener Nachrichten (1. deutsche Zeitung).
  • 30.01. - Besetzung Eicherscheid's durch die Amerikaner
  • 31.01. - Auch Imgenbroich wird eingenommen.
  • 03.02. - Kesternich ist nach längeren Kämpfen auch komplett besetzt.
  • 04.02. - Besetzung von Wollseifen und Burg Vogelsang.
  • 05.02. - Einnahme von Strauch und Steckenborn.
  • 08.02. - Nach längeren heftigen Kämpfen wird Schmidt, der letzt Ort im Kr. Monschau, besetzt.
  • Ende März - Die ersten Eicherscheider kommen zurück aus der Evakuierung.
  • 08.05. - Ende des verheerenden 2. Weltkrieges.

 

Teil 6 - Gefallene/Vermißte Soldaten u. Ziviltote - Reihenfolge nach Todestag.

Dieser verheerende Krieg - das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte - hat auch in Eicherscheid brutale Spuren hinterlassen. Insgesamt verloren 57 junge Männer aus Eicherscheid im Krieg ihr Leben oder wurden als Vermißte registriert. (Zusätzlich 15 aus Hammer). Weiter hat Eicherscheid aus diesem Krieg 12 Ziviltote zu beklagen; also insgesamt 69 Tote bei ca. 900 Einwohner um 1939!! Nahezu jede Familie im Ort war von diesem Leid in der Zeit geprägt.

Die gefallenen Soldaten (Quelle: Aufzeichnungen Trude Heiler):

 

Thumbnail imageFörster Bruno, * 19.05.1916, † 11.07.1941 - 25 Jahre, Bruder von Felix Förster s.u., Sohn vom alten Küster - Beruf: Organist - wohnhaft jetzt Hermanns, Zum Belgenbach 1 -  Dienstgrad: Obergefreiter und Melder - Truppenteil: Feldpost-Nr. 06541 B - gefallen am 11.07.1941 im Dorfe Usstje/Orscha in Rußland

 

 

 

 

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Junkersdorff Hans, * 14.11.1909, † 03.09.1941 - 31 Jahre, Beruf Bäcker-Meister - wohnhaft jetzt Werden, Kirchweg 9 - Dienstgrad: Unterscharführer - Truppenteil: Feldpost-Nr. 27814 B - gefallen am 03.09.1941 westlich von Kandalakscha/Murmansk am Weissen Meer/Russland - beerdigt auf dem Heldenfriedhof Salla.  

 

 

 

 

 Thumbnail imageLinzenich Ludwig Nikolaus, * 24.08.1907, † 19.11.1941 - 34 Jahre, Beruf Kaufmann - wohnhaft jetzt N. Linzenich, Am Weiher 13 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 01652 B - vermißt seit dem 19.11.1941 im Lazarett Kursk/Rußland

 

 

 

 

 

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Jansen Alfons, * 06.10.1909, † 23.01.1942 - 32 Jahre, Polezejs - Beruf Gemeindebote - wohnhaft jetzt Hilde und Erich Offermann, Zum Belgenbach 18 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: 10 Kp. des Gren.Regt. Nr. 398 - am 20.01.1942 in einem Gefecht bei Krassnoje-Poljana schwer verwundet und am 23.01.1942 im Lazarett Nowo-Alexandrowskoje/Rußland verstorben. Beerdigt auf dem Heldenfriedhof Nowo-Alexandrowskoje.

 

 

 

 

Thumbnail imagePier Rudolf, * 24.11.1919, † 17.08.1942 - 32 Jahre, Pieesch/Breefdräjesch - Bruder von Edmund und Julius Pier (s. nachf.) - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Schiller, Zum Belgenbach 16 - Dienstgrad: Oberschütze - Truppenteil: Feldpost-Nr. 23316 - gefallen am 17.08.1942 in Gretnja/Rußland - beerdigt auf dem Heldenfriedhof in Pancwo.

 

 

 

 

 

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Förster Felix, * 17.10.1912, † 30.08.1942 - 29 Jahre, Bruder von Bruno Förster s.o. - Sohn vom alten Küster - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Hermanns, Zum Belgenbach 1 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 19941 D - gefallen am 30.08.1942 bei Rshew - beerdigt auf dem Heldenfriedhof in Murawjnow/Rußland

 

 

 

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Heck Josef, * 16.06.1910, † 08.10.1942 - 32 Jahre, Plöße, Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Christine Hermanns geb. Heck, Breitestraße 7 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: 12. Kp. des Inf.Regt. Nr. 551 - Feldpost-Nr. 06757 E - gefallen am 08.10.1942 bei Koslowo/Rußland, südostwärts des Ilmensees - beerdigt auf dem Heldenfriedhof in Bjakowo.

 

 

 

 

Faymonville Anton, * 22.09.1907, † 20.11.1942 - 35 Jahre, Beruf Anstreicher -Thumbnail imagewohnhaft früher Gärtnerei Esch/Regina Esch verw. Faymonville, Auf Dohnschet 15 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: 16. Pz.Di., Werkstatt-Kp., 6. Armee - Feldpost-Nr. 16969 - vermißt seit dem 20.11.1942 in Kalatsch/Stalingrad/Rußland.

 

 

 

 

 

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Hoch Ernst Bernhard, (Foto links) * 26.10.1922, † 12.12.1942 - 20 Jahre, Hoche, Beruf Elektriker - wohnhaft jetzt W. u. Doris Rüttgers geb. Hoch, Eicherscheid 1 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 12266 - gefallen am 12.12.1942 in Pokrowskiy, südlich von Liwny/Rußland.

 

 

 

 

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Kaulard Bernhard, * 07.08.1921, † 30.12.1942 - 21 Jahre - Uhmäschich - Bruder von Erich Kaulard s.u. - Beruf: Elektriker - wohnhaft jetzt Nießen, Zum Belgenbach 25 A - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Pionier Batl. Nr. 160 mot., 6. Armee - vermißt seit dem 30.12.1942 in Stalingrad/Rußland.

 

 

 

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Hilgers Rudolf, * 26.03.1923, † 06.01.1943 - 19 Jahre - Hellijesch - Studium Ingenieur - wohnhaft jetzt Karin Hensen, geb. Röder/Nichte - Dienstgrad: Soldat - Truppenteil 1. Kp. des Inf.Regt. Nr. 191 - gefallen am 06.01.1943 im Vorgelände von Stalingrad/Rußland bei einem Stoßtrupp-Unternehmen - Beerdigung leider damals aufgrund der Kriegswirren nicht möglich.

 

 

 

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Baumgarten Ewald Martin, * 25.06.1920, † 07.01.1943 - 22 Jahre - Paulesse - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Baumgarten, Buschgasse - Dienstgrad: Soldat - Truppenteil: Feldpost-Nr. 32237 C - vermißt seit dem 07.01.1943 bei Stalingrad/Rußland

 

 

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Fink Hermann Alfons, * 12.02.1915, † 07.01.1943 - 27 Jahre - Möllesch - Bruder von Fink Heinrich und Hermann s.u. - Beruf Kraftfahrer - wohnhaft jetzt Geschw. Gostek/Neffen, Eicherscheid 5 - Dienstgrad: Unteroffizier - Truppenteil: Panzer-Nachschub Feldpost-Nr. 14222 Frankreich - vermißt seit dem 07.01.1943 im Kampfraum von Stalingrad/Rußland

 

 

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Förster Leo, * 02.12.1919, † 09.12.1943 - 24 Jahre - Pittsches - Beruf Schmied - wohnhaft jetzt Jens Siebertz, Buschgasse 11 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: 2. Bat. Heeresflack, Art. Sf./304 - gefallen am 09.12. 1943 an der italienischen Front bei Giuliano, 12 km Südöstlich Gietti/Adriaküste.

 

 

 

 

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Jost Karl August, * 14.09.1919, † 07.01.1943 - 23 Jahre - Joste - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Dr. Kursawe, Eicherscheid 35 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 25536 E - vermißt seit dem 06.01.1943 bei Stalingrad/Rußland.

 

 

 

 

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Scheidt Adolf, * 26.04.1922, † 21.01. 1943 - 20 Jahre - Meartsches - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Trinchen Kell, Eicherscheid 13 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 09565/R - gefallen am 21.01.1943 in einem Gefecht bei Podsserednoje/Nähe Alexejewka/Rußland - beerdigt in einem Schneegrab.

 

 

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Fink Heinrich, * 27.03.1909, † 12.09.1943 - 34 Jahre - Möllesch - Bruder von Fink Alfons s.o. und Hermann s.u. - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Geschw. Gostek/Neffen Eicherscheid 5 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: 5 Kp. des Pz Gren. Regt. Nr. 93 - gefallen am 12.09.1943 in Malaja-Jenesal - beerdigt auf dem Heldenfriedhof nordwestlich von Malaja-Jenesal.

 

 

 

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Bertram Wilhelm, * 03.05.1913, † 11.09.1943 - 30 Jahre - Beruf Bäcker - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Gren. Ers. + Ausb. Batl. 317 in Köln-Riehl, Feldpost-Nr. 11542 - vermißt seit dem 11.09.1943 in Rußland.

 

 

 

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 Hoch Ferdinand, * 29.08.1910, † 28.10.1943 - 33 Jahre - Hoche - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Doris (Nichte) und Winfried Rüttgers, Eicherscheid 1 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: 1. Kp. des Gren.Regt. Nr. 216, Feldpost-Nr. 18147 B - gefallen am 28.10.1943 bei Gefechten am Denjepr bei Schilitschi/Rußland, beerdigt auf dem Heldenfriedhof in der Nähe von Schilitschi.

 

 

 

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Niessen Nikolaus, * 23.10.1923, † 29.11.1943 - 20 Jahre - Albertsches - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Fam. Friese Fronrather Weg - Dienstgrad: Grenadier - Truppenteil: Feldpost Nr. 23913 B - gefallen am 29.11.1943 bei Majewskaja-Ssloboda, 40 km südlich von Mogilew - aufgrund Stellungsaufgabe hat keine Beerdigung stattgefunden.

 

 

 

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Pier Edmund, * 06.09.1921, † 29.11.1943 - 22 Jahre - Pieesch/Breefdräjesch - Bruder von Rudolf (s. vor) und Julius-Heinrich Pier (s. nachf.) - Beruf Molkereigehilfe - wohnhaft jetzt Fam. Schiller, Zum Belgenbach 16 - Dienstgrad: Obergefreiter und Funker - Truppenteil: Pz.B.Batt., Pz.A.Regt. 16, Feldpost-Nr. 17245 - An der italienischen Front schwer verwundet und am 29.11.1943 im Lazarett in Gardone am Gardasee/Oberitalien verstorben. Auf dem Heldenfriedhof Gardone beigesetzt - später umgebettet auf den Soldatenfriedhof in Costermano/Provinz Verona - Grablage Block 8, Grab-Nr. 1036.

 

 

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Offermann Josef Arnold, * 28.02.1906, † 31.12.1943 - 36 Jahre - Börjermeestesch - Beruf Landwirt - wohnhaft früher: Eicherscheid/neben Obladen - Haus im Kriege abgebrannt - Dienstgrad: Jäger - Truppenteil: Feldpost-Nr. 41039 E - vermißt seit dem 31.12.1943 bei Kodre/Albanien bei einem Zusammenstoß mit Partisanen.

 

 

 

 

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Offermann Richard, * 13.04.1913, † 27.02.1944 - 30 Jahre - Mecheljereds/alde Köster - Beruf Waldarbeiter - Wohnhaft jetzt H. Hermanns, Zum Belgenbach 1 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: 1. Kp. des Pionier-Batl. Nr. 257 - gefallen am 27.02.1944 in Losowatka, nördlich von Kriwoi-Rog/Rußland - Beerdigung wegen der Kriegswirren nicht möglich.

 

 

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Pier Eduard, * 02.01.1925, † 07.03.1944 - 19 Jahre - Pieesch  - Beruf  Landwirt - wohnhaft jetzt Gertrud Küpper geb. Pier, Eicherscheid 11 - Dienstgrad: Kanonier - Truppenteil: Feldpost-Nr. 08148 B - gefallen am 07.03.1944 um Narwa bei Sirgala/Estland - beerdigt auf dem Heldenfriedhof in der Nähe von Sirgala.

 

 

 

 

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Förster Ernst August, * 14.10.1908, † 03.06.1944 - 35 Jahre - Lennertsches - Beruf Schreiner - wohnhaft jetzt Gerd Küpper, Kirchweg 15 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 78815 E - vermißt seit dem 03.06.1944 in der Nähe von Cherbourg/Frankreich. Später wurde die Familie von deutschen Dienststellen informiert, dass Ernst im Juli 1944 bei Cahagnes/Frankreich gefallen sei. Er ist nach einer Umbettung nun begraben auf dem Soldatenfriedhof in Mariqny/Frankreich, Grab-Nr. 190, Reihe 10, Platz AA.

 

 

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 Scheidt Josef, * 11.05.1922, † 06.06.1944 - 22 Jahre -  Meartsches - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Fam Heinrich Scheidt, Eicherscheid 32 - Dienstgrad: Gefreiter/Pionier - Truppenteil: Feldpost-Nr. 20016 C - vermißt seit dem 06.06.1944 bei Witebsk/Rußland

 

 

 

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Pier Julius Heinrich, * 15.01.1924, † 21.06.1944 - 20 Jahre - Pieesch - Bruder von Rudolf und Edmund Pier (s. vor) - Beruf Schmelzschweißer - wohnhaft jetzt Fam. Schiller, Zum Belgenbach 16 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: 296. Inf. Div., Inf.Regt. Nr. 250, Stab-Kp., 9. Armee, Feldpost-Nr. 08409.

 

 

 

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 Förster Josef, * 23.09.1913, † 22.06.1944 - 30 Jahre - Pittsches - Bruder von Leo Förster (s. vor) - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Jens Siebertz, Buschgasse 11 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Pion.Schule Borrishof - vermißt seit dem 22.06.1944 in Borrishof

 

 

 

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Heck Josef, * 22.09.1912, † 26.06.1944 - 31 Jahre - Abels - Beruf Kraftfahrer - wohnhaft jetzt Günter Förster und Marliese geb. Heck, Breitestraße 35 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 38013 - vermißt seit dem 26.06.1944 bei Bobojedowo/südlich von Witebsk/Rußland

 

 

 

 

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Althoff Karl-Herbert, * 23.02.1925, † 30.06.1944 - 19 Jahre - Sohn v. Hauptlehrer Althoff - Beruf Schüler - wohnhaft ? - Dienstgrad: Mechaniker/ Gefreiter - Truppenteil: 3. U.-Flottille ("U478") Erk.M: UO.57173-42-Feldpost-Nr. M.36094 - gefallen am 30.06.1944 - Untergang des Unterseebootes U 478 im Nordatlantik, ca. 160 Seemeilen westlich der norwegischen Küste; U-Boot versenkt von britischen Luftstreitkräften. Alle Besatzungsmitglieder sind umgekommen.  

 

 

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Schwan Hermann, * 17.12.1922, † 04.07.1944 - 21 Jahre - Schwans - Beruf Mechaniker - wohnhaft früher Fam. Leo Offermann, Eicherscheid 9 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Fallschirmjäger-Regt. und zuletzt Hauptunterkunftsstelle der Gen.Kp. Xi - Fl. Korps Gardelg. - gestorben am 04.07.1944 im Reservelazarett in Stendal an einer im Krieg erlittenen Krankheit - beerdigt auf dem Eicherscheider Friedhof.

 

 

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Knein Johann Ulrich, *04.07.1925, † 31.07.1944 - 19 Jahre - Kniengs - Bruder von Rudolf Knein (s.u.) - Beruf Fabrikarbeiter - wohnhaft: früher Fam. Knein, Auf Dohnschet 2 - Dienstgrad: Soldat - Truppenteil 1. Kp., Pz. Jäger-Abt. Nr. 6, Feldpost-Nr. 29348 - gefallen Ende Juli 1944 bei Gefechten in Slubin am Dnjepr/Rußland -> Quelle: Heimkehrer aus russischer Gefangenschaft, der in der gleichen Einheit eingesetzt war und berichtete, dass er an einer späteren Sammelstelle keinen der früheren Kameraden mehr angetroffen habe.

 

 

 

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Röhrlich Johann August, * 22.03.1908, † 04.08.1944 - 36 Jahre - Henderes - Beruf Landwirt und Waldarbeiter - wohnhaft: jetzt Josef Huppertz und Maria geb. Förster, Kirchweg 13 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 47377 C - vermißt seit dem 04.08.1944 im Raume von Cherbourg/Frankreich

 

 

 

 

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Isaac Hubert, * 19.05.1910, † 14.08.1944 - 34 Jahre - Hausname: Isaac's aus Imgenbroich - Ehemann von Gerda Isaac geb. Stollenwerk - Beruf Maler und Anstreicher - wohnhaft: früher in Konzen - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: 212. Inf. Division - Feldpost-Nr. 40429 C - vermißt seit dem 14.08.1944 in Jassy/Rumänien

 

 

 

 

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Offermann Ernst Mathias, * 01.10.1922, † 16.08.1944 - 21 Jahre - Pitte - Beruf Schuhmacher - wohnhaft: Jetzt Peter Offermann und Vroni geb. Förster, Breitestraße 33 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Panzereinheit 3. Pz. Ers. Abt. 11, II. St. Kp. - Feldpost-Nr. 33132 A - gefallen am 16.08.1944 - Info des Kompanie-Chefs: Als Fahrer führte Offermann den Angriff der Panzer bei Vatiskiai/Rußland mit. Dabei wurde der Wagen von einem Pak-Volltreffer getroffen und E. Offermann tödlich verletzt. Aufgrund des extremen Gefechtes konnte die Leiche nicht mehr geborgen werden.

 

 

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Förster Rudolf Gerhard, *03.09.1912, † 18.08.1944 - 31 Jahre - Lennertsches - Bruder von Hubert Förster s. u. - Beruf Kaufmann - wohnhaft: Jetzt Fam. Gerd Küpper, Kirchweg 15 - früher Gaststätte - Dienstgrad: Unteroffizier - Truppenteil: Feldpost-Nr. 23757 - vermißt seit dem 18.08.1944 an der Ostfront im Raume Wilna/Litauen.

 

 

 

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Hüpgens Ivo, * 06.12.1925, † 20.08.1944 - 18 Jahre - Hausname: Hochpauelze - Beruf Landwirt - wohnhaft: Jetzt Fam. Daniel Stollenwerk, Bachstraße 15 - Dienstgrad: Grenadier - Truppenteil: Grenadier-Regiment Nr. 306 - gefallen am 20.08.1944 in der Nähe von St. Lambert/Frankreich; seine Grablage ist unbekannt.

 

 

 

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Offermann Matthias Heinrich Josef, *18.03.1901, † 20.08.1944 - 43 Jahre - Hausname: Heuesch - Beruf Landwirt - wohnhaft: jetzt Fam. Karl Dahmen, Buschgasse 5 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: unbekannt - gefallen am 20.08.44 in Dijon/Vogesen/Coté D´or in Frankreich; beerdigt an der Straße Dijon-Gray/Arc.

 

 

 

 

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Matheis Ludwig, * 21.02.1910, † 27.08.1944 - 33 Jahre - Chrestepittsches - Beruf Arbeiter - wohnhaft: Jetzt Fam. Jochen Nießen, Schornsteinfeger, Auf Dohnschet 27 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: 13 Kp. des Inf. Regt. Nr. 426 - schwer verwundet am 26./27.08.44 in Plougastel/Frankreich und am 27.08.1944 im Lanzarett auf der Halbinsel Amorique verstorben; beerdigt auf dem Heldenfriedhof in Lesneren/Frankreich, Grab-Nr. 143, Reihe 6, Platz F.

 

 

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Kaulard Ewald Ernst, * 06.01.1909, † 24.12.1944 - 35 Jahre - Miene/Hammer - Beruf Landwirt, Metzger u. Hausschlachter - Ehemann von Paula Heck/Hennesse/Schmette - wohnhaft: Kirchweg 20 - Dienstgrad: Unteroffizier - Truppenteil: Feldpost-Nr. 36849 B - gestorben an Ruhr am 24.12.1944 im Waldlager Schmidt 4 in Nischiwoloscheck bei Kalinin in russischer Gefangenschaft; Grablage unbekannt.

 

 

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Fink Hermann, * 24.09.1920, † 12.01.1945 - 24 Jahre - Möllesch - Bruder von Alfons und Heinrich s.o. - Beruf Schüler - wohnhaft heute: Geschw. Gostek/Neffen Eicherscheid 5 - Dienstgrad: Oberfähnrich (Ord.-Offizier) - Truppenteil: 11. Art. Regt. 169 Stabs-Batterie - gefallen am 12.01.1945 zwischen Schmilgen und Mühlenhöhe, Kreis Schlossberg/Ostpreußen - beerdigt auf dem Heldenfriedhof bei Rautenberg; Kreis Schlossberg, Reg.Bez. Gumbinnen.

 

 

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Jansen Josef, * 27.09.1907, † 15.01.1945 - 37 Jahre - Wösjes - Vater von Theo Jansen, Buschgasse 12 - Beruf Arbeiter - wohnhaft jetzt: Käthe Jansen, Auf Dohnschet 17 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 40463 C - am 15.01.1945 an den schweren Verletzungen im Feldlazarett Nr. 132 in Bleialf gestorben - beerdigt auf dem Ehrenfriedhof in Bleialf/Kreis Prüm, Grab-Nr. 84 

 

 

 

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Kaulard Viktor Alois, * 26.02.1914, † 16.01.1945 - 30 Jahre - Hörmsches - Beruf Arbeiter - wohnhaft jetzt Friedhelm Wilden, Zum Belgenbach 2 - Dienstgrad: Stabsgefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 08408 E - vermißt seit dem 16.01.1945 bei Litzmannstadt

 

 

 

 

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Offermann Matthias Josef, * 30.03.1925, † 18.01.1945 - 19 Jahre - Nöllsches - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt: Siegfried Huppertz und Dorothea geb. Offermann, Eicherscheid 12 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 42545 E - vermißt seit dem 18.01.1945 am Weichselbogen/Polen.

 

 

 

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Nießen Walter, * 07.02.1921, † 21.01.1945 - 23 Jahre - S'jannes - Beruf Sparkassenangestellter - wohnhaft jetzt: Irene Niessen, Zum Belgenbach 11 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 25321 - vermißt seit dem 21.01.1945 an der Ostfront.

 

 

 

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Matheis Johann Engelbert, *16.12.1906, † 10.02.1945 - 38 Jahre - May - Beruf Holzarbeiter - wohnhaft jetzt: Leni Schmitz geb. Matheis, In den Gassen 11 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 19438 A - vermißt seit dem 12.02. 1945 im Raum Ostpreußens.

 

 

 

 

 

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Förster Hubert, * 02.11.1914, † 19.02.1945 - 30 Jahre - Lennertsches - Bruder von Rudolf Förster s. o. - Beruf Buchdrucker - wohnhaft jetzt: Fam. Gerd Küpper, Kirchweg 15 - früher Gaststätte - Dienstgrad: Feldwebel - Truppenteil: Feldpost-Nr. 33427 - gefallen am 19.02.1945 in den schweren Abwehrkämpfen auf der Höhe 517 südlich Viglas/Slowakei - beerdigt auf dem Heldenfriedhof in der Nähe von Viglas.

 

 

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Kaulard Erich Josef, * 20.01.1923, † 06.03.1945 - 22 Jahre - Uhmächisch - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt: Martin Nießen, Zum Belgenbach 25 - Dienstgrad: Obergefreiter und Meldereiter - Truppenteil: St. Kp., Rt. Ig. Nr. 317 - gefallen am 06.03.1945 in einem Minenfeld in Mutzla/Nord-Ungarn - beerdigt auf dem Gemeindefriedhof in Mutzla.

 

 

 

 

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Jerusalem Matthias Gerhard, * 11.12.1906, † 08.03.1945 - 38 Jahre - Jerusalems - Vater von Franz Jerusalem, Buschgasse 29 - Beruf Arbeiter - wohnhaft jetzt: unbek. - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: unbekannt - gefallen am 08.03.1945 beim Aufbau einer gesprengten Brücke bei Burg Heidt, ca. 5 km nördlich von Zerf im Bezirk Trier durch Granatsplitter - beerdigt auf dem kath. Friedhof in Mandern/Trier - umgebettet auf den Ehrenfriedhof von Kloster Himmerod/Eifel, Grab-Nr. 476.

 

 

 

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 Küpper Martin Werner, * 09.04.1913, † 17.03.1945 - 31 Jahre - Küppeschhennesse - Bruder von Josef Küpper s.u. - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt: Maria Carl geb. Küpper, Zum Belgenbach 21 - Dienstgrad: Unteroffizier - Truppenteil: Inf. Regt. Nr. 878 - verstorben am 17.03.1945 an den Folgen einer schweren Verwundung in Schönau/Kreis Neumarkt/Österreich - beerdigt auf dem Heldenfriedhof in Hermanville-Calvados, Grab B16 und am 15.06.1951 umgebettet zum Militärfriedhof St. Desir/Calv., Grab-Nr. 688, Plot C.

 

 

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Scheidt Johann, * 19.01.1927, † 28.03.1945 - 18 Jahre - Märtsches - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt: Wilma Weishaupt/Nichte, In den Gassen 17 - Dienstgrad: Grenadier - Truppenteil: Gren. Ers. und Ausb. Batl. Nr. 306 Köln-Mülheim - gefallen am 28.03.1945 bei den Kämpfen bei Hervest-Dorsten/Westfalen - beerdigt auf dem Friedhof Hervest-Dorsten - umgebettet nach der Evakuierung auf den Heimatfriedhof in Eicherscheid.

 

 

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Knein Rudolf, * 03.04.1921, † 15.04.1945 - 24 Jahre - Kniengs - Bruder von Ulrich Knein (s.o.) - Beruf Arbeiter - wohnhaft früher: Fam. Knein, Auf Dohnschet 2 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: 5. A.R. Nr. 185, Feldpost-Nr. 12630 - am 15.04.1945 schwer verwundet und am selben Tag auf dem Hauptverbandsplatz in Mettmann bei Düsseldorf verstorben - beerdigt auf dem Ehrenfriedhof in Mettmann.

 

 

 

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Küpper Gerhard Josef, * 16.02.1904, † 20.04.1945 - 41 Jahre - Küppeschhennesse - Bruder von Küpper Werner (s. vor) - Beruf  Landwirt - wohnhaft jetzt Maria Carl geb. Küpper, Zum Belgenbach 21 - Dienstgrad: Soldat - Truppenteil: Feldpost-Nr. 11563 - vermißt seit dem 20.04.1945 an der Ostfront.

 

 

 

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Kaulard Ewald, * 16.12.1898, † 21.05.1945 - 46 Jahre - Änne - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt: Geschwister Marita Jansen bzw. Doris Münch, beide Enkelin von E. Kaulard, Buschgasse 21- Dienstgrad: Reiter - Truppenteil: Pferdelazarett 106 in Minden - verstorben am 21.05.1945 an seiner Diphterie-Erkrankung im Reservelazarett in Minden/Westfalen - beerdigt auf dem Ehrenfriedhof in Minden.

 

 

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Stollenwerk Peter, * 26.06.1900, † 03.11.1945 - 45 Jahre - Lonies - Beruf Weber - wohnhaft jetzt: xxx, Kirchweg 40 - Dienstgrad: Gefreiter - Truppenteil: 2. Ldschtz. Btl. Nr. 479 Dorsten/Westfalen - Am 26.04.1945 wurde P. Stollenwerk mit einer schweren Herz- und Nierenerkrankung in das Reservelazarett II in Salzburg/Österreich eingeliefert und ist dort am 03.11.1945 verstorben - beerdigt auf dem Kommunal-Friedhof in Salzburg in einem Soldatengrab, Gruppe 61 a, Nr. 39.

 

 

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Heinrichs Reinhold Johann, *29.01.1923, † 08.05.1949 - 36 Jahre - Heinrichs - Beruf Landwirt - wohnhaft jetzt Fam. Gereon Braun und Margot geb. Jansen/Nichte v. R. Heinrichs, Eicherscheid 19 - Dienstgrad: Obergefreiter - Truppenteil: Feldpost-Nr. 23863 B - Als franz. Kriegsgefangener mußte R. Heinrichs in St. Avold im Saargebiet im Bergwerk arbeiten; am 23.05.1946 wurde er wegen einer sich dort zugezogenen unheilbaren Krankheit entlassen und ist am 08.05.1949 im Heimatort Eicherscheid verstorben und auch dort begraben.

 

 

 

Durchschnittsalter der gefallenen und vermißten Soldaten: 28,4 Jahre!! Ein unfaßbar junges Alter!

 

Ziviltote 1939 - 1945

Offermann Wolfgang, * 21.03.1933, † 16.10.1944 - 11 Jahre - Polizeis - wohnhaft jetzt Erich und Hilde Offermann, Zum Belgenbach 18 - verunglückte bei der Evakuierung tödlich nach Kollision mit einem Militärfahrzeug in Mechernich

Huppertz geb. Gillessen, Anna, * 04.12.1905, † 21.12.1944 - 39 Jahre - Bäckermathes - Mutter von Anneliese Wollgarten geb. Huppertz und Nichte von Mathias Kaulard (s. nachf.) - wohnhaft jetzt Kirchweg 25 - bei einem Luftangriff in der Evakuierung in Ludendorf b. Rheinbach wie auch Mathias Kaulard (s. nachf.) umgekommen.

Kaulard Mathias, * 18.12.1873, † 21.12.1944 - 71 Jahre - Bäckermathes/früher "Kulerts" Breitestraße - Onkel von Anna Huppertz, wohnhaft jetzt Kirchweg 25 - bei einem Luftangriff in Ludendorf b. Rheinbach wie auch Anna Huppertz (s. vor) umgekommen.

Förster Olga, *14.09.1924, † 29.01.1945 - 20 Jahre - Martinsches - Schwester vom früheren OV Simon Förster - wohnhaft jetzt Wilfried Jansen und Brunhilde geb. Förster, Eicherscheid Nr. 40 - bei Arbeiten in einem Lazarett bei einem Luftangriff in Rheinbach umgekommen.

Hammerschmidt Josef, * 15.10.1897, † 23.02.1945 - 47 Jahre - Hammerschmödds - Opa von Ralf und Uwe Hammerschmidt - wohnhaft jetzt Fam. Uwe Hammerschmidt, Am Weiher 8 - bei einem Luftangriff auf Münstereifel umgekommen.

Brüll Anton, * 13.07.1885, † 05.03.1945 - 59 Jahre - Töns - Vater von Gretchen Faymonville - wohnhaft jetzt Gretchen Faymonville, Zum Belgenbach 7 - bei einem Fliegerangriff gleichzeitig mit Helene Pier (s. nachf.) in Ollheim tödlich verletzt und auch dort begraben.

Pier Helene, * 24.05.1872, † 05.03.1945 - 72 Jahre - Pate Lienche - wohnhaft früher Buschgasse Nähe Marianne Lambertz - bei einem Fliegerangriff gleichzeitig mit Anton Brüll (s.o.) in Rheinbach tödlich verletzt

Heinrichs Werner, * 26.05.1926, † 13.07.1945 - 19 Jahre - Henderes - Bruder von Reinhold Heinrichs (s. vor - gefallener Soldat) - wohnhaft jetzt Fam. Gereon und Margot Braun (Nichte von W. Heinrichs), Eicherscheid 19 - umgekommen nach Rückkehr aus dem Kriege bei Erntearbeiten durch Explosion einer Landmine.

Siebertz Ludwig, * 25.09.1908, † 15.08.1945 - 36 Jahre - Siebertz - Vater vom Verfasser dieser Dokumentation - wohnhaft jetzt Karl Heinz Siebertz, Buschgasse 1 - nach Rückkehr aus dem Krieg umgekommen mit seinem Pferd auf dem Weg nach Hammer - unterhalb des weißen Kreuzes - durch eine explodierende Landmine.

Weitere Ergänzungen mit Fotos - sofern vorhanden - zu den Ziviltoten folgen.

 

7. Das karge Leben nach dem Kriege - Leid und Zuversicht

 

Bericht folgt!

 

Ludwig Siebertz 16.10.2016