belgenbach1932

wappen 1961 eicherscheid-hammerVom Staatsarchiv in Düsseldorf wurden 1961 die von Rektor a.D. Erich Charlier, Hammer, angefertigten Entwürfe für Wappen, Siegel und Fahne der damaligen Gemeinde Eicherscheid-Hammer begutachtet. Die Prüfung ergab, dass "die Entwürfe in heraldischer, künstlerischer und geschichtlicher Hinsicht den Gegebenheiten am besten entsprechen". (Zitat: Staatsarchiv Nr. 1814-WI - Str. vom 06.06.1961). Nunmehr erfolgte die offizielle Genehmigung durch den Innenminister.

Wappenbeschreibung

In Gold eine schwarze Eiche mit vier Eicheln, begleitet von zwei aufrecht gestellten Kummethölzern in schwarz und einem Hammer mit nach unten gestelltem runden Griff in schwarz.

Symbolerklärung

Der goldene Wappenuntergrund weist auf die ehemals starke Landwirtschaft der Orte Eicherscheid und Hammer hin.

Viele Jahrhunderte wurde in Eicherscheid (gegründet um 1420) das Handwerk der Holzsattler betrieben. Dies wird durch die beiden Kummethölzer symbolisiert.

Der schwarze Eisenhammer gilt als Zeichen für das Hammerwerk in Hammer. 1463 errichtete Hermann Hammerschmidt, Eupen, an der Rur einen Eisenhammer. Die Verhüttung erfolgte ebenfalls dort. Dazu war Holzkohle erforderlich, die man im waldreichen Gebiet um Eicherscheid und Hammer durch die Köhlerei gewann.

Der Eichenbaum trennt im Wappen die beiden Symbole, Kummethölzer und Eisenhammer. Dies soll auf das Vorhandensein der Wasserscheide (Teil des Ortsnamens) hinweisen, die sich bei Eicherscheid befindet und die Wasserzuflüsse von Rur und Kall trennt (scheidet).

Die schwarze Eiche ist das Zeichen für den Waldreichtum der ehemaligen Gemeinde und das Köhlerhandwerk. Die starken Wurzeln des Baumes weisen auf die feste Verwurzelung des hiesigen Menschen zu seiner angestammten Heimat hin.

Anmerkungen zu früheren Aktivitäten einer Wappen-Auswahl:

Bereits in den 50er Jahren hatte der Chronist, Heinrich Schröder, sich sehr intensiv mit der Auswahl eines Wappens für Eicherscheid/Hammer eingesetzt (siehe hierzu einen ausführlichen Bericht von Manfred Schreiber im Buch "Eicherscheid - Ein Eifeldorf erinnert sich".