Die Jahre 1816/17 waren für die Bevölkerung des Monschauer Landes aufgrund des "immerwährenden Regens" regelrechte Notjahre. Dies geht aus den damaligen Jahresprotokollen der Eicherscheider Bürgermeisterei hervor. Nur durch die "Väterliche Vorsorge Sr. Majestät des Königs von Preußen unseres allergnädigsten Herrn" in Form einer Roggen-Lieferung konnte eine Hungersnot in Eicherscheid vermieden werden. Offensichtlich war die "Noth und Armuth" in Roetgen noch größer als in Eicherscheid. Daher baten der Roetgener Bürgermeister Türck und Pastor Thelen 1817 die Verantwortlichen in Eicherscheid um eine Kollekte für die dortigen Armen. Die Kollekte erbrachte ein Ergebnis von 30 Thalern in bar, für damalige Verhältnisse eine stolze Summe.

(Originaltext dieses Protokolls finden Sie auf unseren Websites unter "Geschichte/Protokolle der Bürgermeisterei/1816/17").

Anm. vom AK/L. Siebertz: Vielleicht war diese Kollekte der erste Schritt für den heutigen bekannten "Wohlstand" in der Gemeinde Roetgen; aber nur vielleicht!

                     12.07.2012 Ludwig Siebertz - Quelle Protokolle Bürgermeisterei Eicherscheid 1816/17